Die FIFA sagt ja zur Mega-WM mit 48 Mannschaften

In den vergangenen Wochen und Monaten gab es immer wieder Gerüchte über eine Aufstockung der Teilnehmer bei Fußball-Weltmeisterschaften. Gestern hat der Fußball-Weltverband FIFA ja zur Mega-WM gesagt. Ab 2026 werden insgesamt 48 Mannschaften, statt bisher 32, an einer WM-Endrunde teilnehmen.

Nun ist es also offiziell, ab 2026 werden nicht mehr 32 Länder an einer Weltmeisterschaft teilnehmen, sondern 48. Das hat die FIFA heute bekanntgegeben. Der neue Mann an der Spitze des Weltverbandes, Gianni Infantino, hat damit sein Wahlversprechen eingelöst. Mit Spannung war die heutige Entscheidung erwartet worden und bereits im Vorfeld gab es immer wieder kritische Stimmen zu diesem Vorschlag. So hatte sich Bundestrainer Löw beispielsweise bereits im Dezember dazu geäußert und von den großen Fußballverbänden „mehr Augenmaß und das richtige Verhältnis zwischen kommerziellen Interessen und der sportlichen Sicht“ gefordert. Die Qualität sollte hoch gehalten werden, so der Weltmeister-Trainer. Infantino sah sich auch heute nach der Entscheidung zur Mega-WM zum Teil einem Sturm der Entrüstung ausgesetzt. Kritik an der Entscheidung weist er jedoch zurück. Der ehemalige Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack bezeichnete es als „Angriff auf den Fußball“ und Berti Vogts findet es einfach nur „furchtbar“. Oliver Bierhoff, Manager der Nationalmannschaft, ist es vor allem wichtig, „dass die Belastung der Spieler nicht noch größer wird“. Diese Sorge versuchte die FIFA jedoch zu entschärfen. Der Modus der WM soll sich nicht von Grund auf ändern, ganz im Gegenteil, die Nationalspieler werden nach dem neuen System auch nicht mehr Partien zu absolvieren haben, wie es bisher bei einer Weltmeisterschaf üblich war. So sollen die Teams ab 2026 in 16 Gruppen mit je drei Mannschaften aufgeteilt werden. Die ersten beiden in der Gruppe kommen jeweils eine Runde weiter. In der ersten K.o.-Runde befinden sich somit 32 Mannschaften. Ab dem Achtelfinale ist der Modus dann wie gehabt. Die WM soll auch ab 2026 im selben Zeitrahmen stattfinden wie bisher und trotz der Team-Aufstockung nicht länger dauern.

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